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„Schwätzt Dir Lëtzebuergesch“ so lautet der Titel der Luxemburgisch-Lehrbücher, die vom Institut National des Langues (INL) erstellt wurden.

Die Lehrbücher richten sich in erster Linie an Erwachsene, die einen Luxemburgisch-Kurs besuchen. Sie entsprechen den Niveaus A1, A2 und B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERS) und vermitteln Kenntnisse in allen vier Fertigkeiten: Hörverständnis, Leseverständnis, mündlicher und schriftlicher Ausdruck. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der mündlichen Kommunikation.

Die Themen der Bände richten sich an ein breites Publikum und bieten eine gute Vorbereitung auf Alltagssituationen vor Ort. Darüber hinaus finden die Lernenden in den einzelnen Kapiteln Informationen zum Land, seinen Festen und Feiertagen sowie zu luxemburgischen Spezialitäten oder Prominenten.

Die Lehrbücher A1, A2 und B2 sind im Buchhandel zum Preis von jeweils 24 € erhältlich.

Hinzu kommen die Dossiers des Niveaus B2, die kostenlos auf der dafür vorgesehenen Website zusammen mit Notizen, Übungen sowie deren Musterlösungen und Zusatzmaterial für alle vier Niveaus zur Verfügung stehen.

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HILFE ZUR EINRICHTUNG EINES LUXEMBURGISCH-SPRACHKURSES DER STUFEN A1, A2, B1

VORWORT

Das Projekt des Europarats, den Fremdsprachenunterricht in ganz Europa einheitlich zu gestalten und zu verbessern, läuft seit den 1990er Jahren. Mit der Veröffentlichung des „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens“ (GER) im Jahr 2000 wurde ein Instrument geschaffen, das die Niveaustufen der verschiedenen Sprachkompetenzen festlegt. Ziele des Referenzrahmens sind die europaweite Einheitlichkeit und Koordination beim Lernen und Lehren aller Sprachen sowie Transparenz bei der Bewertung und Zertifizierung von Fremdsprachen. (*)

Das Gesamtpaket ist so konzipiert, dass luxemburgische Lehrkräfte sich an den jeweiligen Niveaustufen dieses Rahmens orientieren können. Es enthält zwei voneinander getrennte und sich ergänzende Segmente, das Lehrbuch und die Kompetenzbeschreibungen.

Das Handbuch für Luxemburgisch als Fremdsprache in der Erwachsenenbildung ist als konkrete Hilfe für den Aufbau des Unterrichts gedacht. Hier findet der Lehrer/die Lehrerin die kommunikativen Lernziele für ein bestimmtes Niveau des GERS sowie die Unterziele. Für die Stufen A1 und A2 werden zudem Lexika und Grammatiken genannt, mit deren Hilfe Schüler und Schülerinnen ihre jeweiligen Lernziele erreichen.

Die Lernziele können, insbesondere ab Niveau A1, je nach Kursstruktur an verschiedenen Stellen des Kurses eingesetzt werden. Elemente, die bereits einmal in einem bestimmten Lernziel aufgegriffen wurden, werden in der folgenden Liste nicht mehr explizit erwähnt.

Die einzelnen Kapitel des Leitfadens enthalten Verweise auf die Kompetenzbeschreibungen. Im Gegensatz zum Lehrbuch wird jede Kompetenz der Stufe in der Kompetenzbeschreibung separat beschrieben (Hörverstehen, Sprech- und Interaktionsvermögen, Sprechen [Monolog], Leseverstehen und Schreiben).

Hier kann die Lehrkraft nachlesen, was der Lernende sprachlich beherrschen muss, um in einer bestimmten Kompetenz, z. B. dem Sprechen, das Niveau A1 zu erreichen. Um das erforderliche Sprachniveau zu veranschaulichen, werden die mündlichen Sprachfähigkeitenmit Beispielsätzen erläutert.Hier finden sich auch weitere Textsorten oder konkrete Sprachaufgaben zur Planung des Unterrichts.

Aufgrund der besonderen sprachlichen Situation in Luxemburg – mit drei Landessprachen – begegnet der Lernende seltener dem Luxemburgischen als Schriftsprache im Alltag (z. B. sind Presse, literarische Werke, Filme, Fernsehserien, Beschilderungen überwiegend in anderen Sprachen zugänglich). Daher ist die Schreibkompetenz zwar ein wichtiges, didaktisches Instrument für das Erlernen unserer Sprache; sie wird jedoch in der Regel nicht denselben Stellenwert haben wie in anderen Ländern, wo der Lernende auf Schritt und Tritt mit der Landessprache konfrontiert wird.

In den Niveaus A1 und A2 sollte kein besonderer Schwerpunkt auf die Rechtschreibung gelegt werden.

  • A1 ist in zwei Teile gegliedert.
  • A1.1 ca. 60 Stunden.
  • A1.2 ca. 60 Stunden.
  • A1 (vollständig) ca. 120 Stunden.

Die Lerngeschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die Muttersprache, die Lernkultur, unterschiedliche Lerngewohnheiten und die Motivation des Lernenden.

(*) Europarat/ Rat für kulturelle Zusammenarbeit: „Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen“ Hg. u.a. Goethe-Institut Inter Nationes. – Langenscheidt: Berlin , München, Wien , Zürich, New York 2000 u. 2001 (dt. Fassung) / ISBN 3-468-49469-6, S. 35 ff. (Übersetzung: Grupp « Referentiel » CLL / INL).